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Java

Java ist, mit 130 Millionen Einwohnern, die am dichtesten bevölkerte Insel von Indonesien und liegt genau zwischen Sumatra und Bali. Schon allein in der Hauptstadt Jakarta leben rund 12 Mio. Indonesier. Durch die wenig tiefe Java-See im Norden gibt es dort viele Sandstrände und wenige Wellen. Ganz im Gegensatz zur Südküste. Dort misst sich der raue Indische Ozean mit den schroffen Steilküsten.

Die stark längliche Insel wird von Ost nach West von einer Vulkankette durchzogen. Einige der Vulkane sind noch aktiv, darunter der Gurung Semeru und der bekannte Vulkan Krakatau, der mit seinem Ausbruch im späten 19. Jahrhundert eine der größten Katastrophen der Neuzeit verursachte. Die Insel ist durch die vulkanische Erde und des vom Monsun bestimmten Wetters sehr fruchtbar. Besonders im Tiefland wird viel Reis, Kakau und Kautschuk, in höheren Lagen viel Kaffee und Tee angebaut. Außerdem gibt es einige große Nationalparks mit vielen tropischen Pflanzen und Tieren, die zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Insel gehören.

Der Marine Nationalpark Kepulauan Seribu liegt direkt nördlich vor der Küste Jakartas. Die über 300 flachen Koralleninseln bieten sich als Ausflugziel von Jakarta aus zum Baden, Schnorcheln und Tauchen an. Auf einigen der Inseln gibt es sogar Camping-Plätze oder Bungalows. Der Ujung-Kulon National Park befindet sich im äussersten Südwesten von Java. Hier gibt es unberührte Natur mit vielen Waranen und Vogelarten, goldene Strände und den ungestümen Vulkan Krakatau. Bootsausflüge zum aktiven Anak Krakatau werden von Jakarta aus vermittelt oder in Sumur gebucht.

Der zum UNSECO-Welterbe gehörende Borobudur Tempel stammt aus dem 8.-9. Jhd. und liegt in Zentral-Java. Die Anlage gehört mit Angkor Wat in Kambodscha zu den wichtigsten buddhistischen Anlagen in Südostasien. Die Wände des terrassenförmigen Tempels sind mit phantastischen Flachreliefs verziert, die insgesamt eine Fläche von 2.500 m2 ausmachen. Alles in allem macht der komplette Rundgang etwa 5 Kilometer aus, also wenn man kulturgeschichtlich interessiert ist, sollte man sich entsprechend Zeit dafür reservieren. Außerdem hat man von der Anlage einen herrlichen Blick auf die gebirgige Landschaft.

Jakarta, die quirlige und ständig wachsende Riesenmetropole von Indonesien liegt im Nordwesten von Java. Sie ist eine Mischung aus allem: traditionell und westlich, arm und reich, modern und baufällig, Eigentumswohnungen und Baracken in den Slums. Sehenswürdigkeiten sind vor allem die Altstadt mit vielen Gebäuden aus der niederindischen Zeit sowie dem riesigen Merdeka-Platz mit dem 140 m hohen Turm des Nationaldenkmals, der auch eine Aussichtsplattform besitzt. Interessant ist auch das Nationalmuseum, in dem tausende von buddhistischen und hinduistischen Artefakten ausgestellt werden. Einen Besuch wert ist auch die große und moderne Istiqlal-Moschee im Stadtzentrum, sowie die portugiesische Kirche mit ihrer Orgel aus dem 17. Jahrhundert. Im Südosten von Jakarta liegt der Themenpark Taman Mini Indonesia Indah, der einen Überblick unterschiedlichen indonesischen Provinzen bietet.