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Adelaide, Australien

In Aidelade, der fünftgrößten Stadt des Kontinents Australien und Hauptstadt von Südaustralien, leben 72 % der Einwohner des gesamten Bundesstaats. Adelaide wurde 1836 gegründet und ist die älsteste Stadt von Australien. Sie wurde von ihrem Gründer William Light streng geometrisch mit rechtwinkligen Straßenzügen angelegt. Ihren Namen erhielt die Stadt am Torrens River nach der Ehefrau des englischen Königs Wilhelm IV. (1830-37), dem Vorgänger Königin Viktorias. Adelaide entwickelte sich zunächst langsam, bis die Entdeckung von Kupfer nördlich der Stadt sowie von Silber und Blei in Broken Hill um die Mitte des 19. Jh. der Hafenstadt zu wirtschaftlichem Aufschwung verhalf. 1856 wurde zwischen der City und dem Hafen die erste staatliche Eisenbahn des Britischen Reichs eröffnet. Heute stellt das Gebiet um Adelaide einen Schienenverkehrsknotenpunkt dar, in dem Bahnen aus allen Teilen des Staates zusammenlaufen. Adelaide lebt vom Hafen, daneben hat sich vor allem metallverarbeitende Industrie angesiedelt.

Viele Jugendliche führen Sprachreisen Australien nach Adelaide. Mit zahlreichen viktorianischen und modernen Gebäuden ist Adelaide eine architektonisch reizvolle Stadt, die zudem von großzügigen Parkanlagen aufgelockert wird. Das moderne, neben dem im Jahr 1855 fertig gestellten viktorianischen Parlamentsgebäude gelegene kulturelle Zentrum erinnert an eine Ansammlung weißer Zelte. Sein Bau wurde Ende der 70er Jahre abgeschlossen. Der Komplex umfasst Theater, eine Konzerthalle, diverse Ausstellungsräume und Restaurants. Hier findet alle zwei Jahre im März das auch international bekannte "Festival of Arts" mit einer Vielzahl kultureller Veranstaltungen statt. Die Arts Gallery of South Australia enthält eine Gemälde-, Grafik- und Skulpturensammlung aus Australien und Europa und eine Ausstellung chinesischer Keramik. Das Museum South Australiens zur Kultur der Aborigines, daneben zahlreiche naturkundliche Exponate. Das Tal Barossa Valley, 50 km nordöstlich, ist das größte Weinbaugebiet von Australien. Es wurde um 1840 von deutschen Einwanderern aus preußischen Provinzen kolonialisiert. Die Ortschaften präsentieren in der Architektur ihrer Häuser und Kirchen und in örtlichen Festen noch die heimatliche Lebensweise und Kultur zurzeit ihrer Gründung.